Zu Besuch auf einem Amateurfunk Fieldday

Vom Freitag, dem 03. Mai bis zum Sonntag, den 05. Mai veranstaltete der Ortsverband G14 des DARC e.V. sein alljährliches Funkwochenende. Dies gab mir die Gelegenheit einmal live einen Amateurfunk Fieldday zu besuchen und euch darüber zu berichten. Was ist ein Fieldday überhaupt? Wie sieht es dort aus? Und was passiert auf einem Fieldday? All das wird heute geklärt.

Geschichte des Fieldday

Beginnen wir zunächst mit etwas Historie. Die Idee des Fieldday ist schon sehr alt, um genau zu sein rund 80 Jahre. Im Jahre 1933 nämlich beschloss der amerikanische Amateurfunkverband ARRL eine Funkübung zu veranstalten, bei dem die Teilnehmer möglichst ohne die reguläre Stromversorgung on Air gehen sollten. Ziel war es zu zeigen, daß Funkamateure auch in einem Notfall ohne Strom die Kommunikation aufrecht erhalten können.

Der Test gelang und so findet seit damals in den USA alljährlich ein Fieldday statt, bei dem die Teilnehmer den Notfunkverkehr üben. Für den ARRL Fieldday gibt es mittlerweile einen festen Termin. Er findet jedes Jahr am vierten, vollen Wochenende im Juni statt. In den vergangenen Jahren nahmen an diesem Wochenende allein in den Staaten ca. 30.000 Funkamateure teil.

Andere Länder und Verbände griffen diese Idee mit der Zeit auf und so verbreitete sich die Fieldday als Notfunkübung schnell über die ganze Welt. Die Verbände in Europa, der IARI Region 1, haben sich dabei auf das erste, komplette Wochenende im Juni für einen CW Fieldday und das erste, volle Wochenende im September für einen SSB Fieldday geeinigt.

Der Fieldday heute

Seit 1933 hat sich der Fieldday allerdings stark gewandelt. Stand anfangs der Experimentiergedanke im Vordergrund, so ist der Fieldday heute primär ein Contest. Unter vorab genau festgelegten Bedingungen gilt es so viele Verbindungen wie möglich zu machen. Wichtigste Bedingung ist dabei wie vor 80 Jahren: Amateurfunk nur unabhängig vom regulären Stromnetz.

Neben den offiziellen Fielddays der Amateurfunkverbände weltweit, veranstalten oftmals auch kleinere Ortsverbände regelmäßige Fielddays, die dann aber nicht an so strenge Bedingungen gebunden sind, wie die offiziellen Fielddays. Vielmehr geht es darum sich gemeinsam mit anderen Funkamateuren im Felde (engl. field) zu treffen und dort dem Hobby Amateurfunk nachzugehen. So wird gemeinsam gezeltet, am Lagerfeuer gesessen, gegrillt, Geschichten erzählt und natürlich gefunkt.

Viele Ortsverbände nutzen die Fielddays gleichzeitig um ihr Hobby der Öffentlichkeit besser präsentieren zu können. So wird neben Schulen, Kirchen oder anderen Orten in der Stadt übernachtet und den Mitmenschen der Amateurfunk näher gebracht. Mit Ausbildungsrufzeichen kann der Amateurfunk ausprobiert werden, es werden selbst Radios gebastelt und man kann in der Gegend auf Fuchsjagd gehen.

Der G14 Fieldday in Kohlscheid

Am Wochenende vom 3. auf den 5. Mai veranstaltete der Ortsverband G14 ihren alljährlichen Fieldday auf der Gemeindewiese hinter der Kirche von Kohlscheid-Berensberg. Dort gab es reichlich Platz um diverse Antennen auf aufzubauen, darunter auch eine 8-Element Yagi für 2m auf einem Rotor. Diese Antenne wurde für den Contestbetrieb genutzt, denn an diesem Wochenende gab es einen 2m Contest des DARC.

Ansonsten hatte der Fieldday der Herzogenrather aber wenig mit dem klassischen, strengen Fieldday gemein. So stand von der nahen Kirche zum Beispiel Strom zur Verfügung, was den Betrieb auch größerer Anlagen erleichterte. Auch für anderen Annehmlichkeiten, wie frischen Kaffee und gekühltes Bier wurde der Strom genutzt. Für das leibliche Wohl sorgte ein großes Kuchenbuffet und ein Grill.

Besucher des Fielddays konnten sich verschiedene Funkgeräte anschauen, mit Profis fachsimpeln, dem Contestbetrieb lauschen oder auch an einer Fuchsjagd teilnehmen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit zum Campen und für Spaziergänge über die nahen Felder bei schönstem Wetter. Abschließend zeige ich euch hier noch ein paar Bilder vom G14 Funkwochenende in Kolberg.

Weiterführende Links

Fotodownload

Für die Mitglieder des OV G14 besteht hier die Möglichkeit alle 30 Bilder, die ich auf dem Fieldday gemacht habe, herunterzuladen. Sie sind in eine ZIP von 15MB Größe gepackt.

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