Weltempfänger Test: Sony ICF SW100

Im Jahre 1994 brachte Sony den ICF SW100 als Nachfolger des beliebten SW1 auf den Markt. Die Kritiker waren sich seinerzeit schnell einig: die Sony Ingenieure hatten sich mal wieder selbst übertroffen. Der SW100 war nochmal ein wenig kleiner geraten als sein Vorgänger. Zusätzlich war der Funktionsumfang deutlich gestiegen. So bot der Weltempfänger nicht nur ein durchgängiges Frequenzband über Lang-, Mittel- und Kurzwelle, sondern auch einen Synchro Detektor und SSB Unterstützung über diesen Bereich.

So konnten Kurzwellenhörer nah beieinander liegende Stationen mittels der Synchronisation über ein Seitenband sauber voneinander trennen. Die Unterstützung des Seitenbandempfangs erlaubte zudem Sonderausstrahlungen wie etwa den Amateurfunk, Wetterinformationen oder Zahlensender über LSB und USB zu hören. Doch der Sony SW100 bot noch mehr. So wurde die Anzahl der Senderspeicher auf 50 erhöht und diese gleich auf 10 Seiten ordentlich verteilt. Alle Speicherplätze konnten darüber hinaus mit einem vierstelligen Namen beschriftet werden.

Damit nicht genug, hatten die Japaner dem Weltempfänger auch noch ein außergewöhnliches Design spendiert. Ähnlich einem Laptop konnte der SW100 aufgeklappt werden und bot so Zugriff auf Tastatur und Bildschirm. Eine Öffnung an der Oberseite des Gehäuses erlaubte es zudem auch in geschlossenem Zustand noch Radio zu hören. Abgerundet wurde das Gesamtpaket mit einer kleinen E und einer großen S Version, die sich wie schon beim SW1 im mitgelieferten Zubehör unterschieden.

Heute ist der Weltempfänger nur noch gebraucht über Ebay zu erhalten. Gut erhaltene Versionen des SW100 gehen dort für 150 bis 250 Euro über die Theke. Doch beim Kauf muss man einiges beachten. So wurde bei dem Sony Reiseradio ein grober Konstruktionsfehler behoben und es gab ein Silent Update bei den Chips im Innern. Wir stellen euch den Sony ICF SW100 heute im Detail vor und verraten euch, auf was ihr beim Kauf achten müsst.

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